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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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hütete sich wie Ludwig XIV., die Feinheit bis zu offener Falsch-heit zu treiben, und begnügte sich, wenn's sein konnte, zu trü-gen, ohne offenbar zu lügen.

Diese Erklärung wurde von den Einen mit Befremdenausgenommen, von den Anderen mit Lachen und von den aus-geschlossenen Bedienten mit Besorgnis;; diese letzteren bestreb-ten sich, ihr Recht auf Wiederzulassnng als unbestreitbar dar-zustellen, da sie ihren Herrn und ihre Herrin zu bedienen hätten-Doch Caleb war nicht in der Laune, Ausnahmen zu machen.Er blieb bei seinem ersten Entschluß mit der eigensinnigenund kaltblütigen Halsstarrigkeit, die gegen jede Ucberrcdung ge-waffnet, und gegen alle Gründe taub ist. Bncklaw kam nunvom Nachtrab heran, und begehrte in einem sehr unwilligenTone Einlaß. Doch Caleb blieb unerschütterlich.

Wenn der König ans seinem Throne an dem Thorehielte," erklärte er,so sollten die zehn Finger desselben cs nichtöffnen gegen den in der Familie von Ravenswood herrschen-den Brauch und gegen die Dienstpflicht des Hausmeisters."

Bncklaw gerieth nun in den äußersten Zorn, und erklärtesich unter mehr Flüchen und Schwüren, als wir zu wieder-holen gedenken, für gröblich beleidigt, und verlangte mit Nach-druck, den Herrn von Ravenswood zu sprechen. Aber auchdieses hörte Caleb mit taubem Ohre an.

Der Bncklaw ereifert sich gar zu schnell," sagte er,dochder Teufel hole mich, wenn er meinen Herrn zu sehen bekommt,ehe er ausgeschlafen hat. Morgen frühe wird er sich selbstbesser kennen. Es ist ein Streich von ihm, einen Schwarmbetrunkener Jäger hierher zu bringen, da er weiß, daß hiernichts vorhanden ist, womit man den eigenen Durst stillenkann." Er verschwand so von dem Fenster, und überließ esihnen, ihren Ausschluß auf's Beste zu verdauen.