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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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Lob sei gesungen!" sagte Caleb zu sich,ein Flügel desHofthores ist gestern vom Winde zugeschlagen worden, undich hoffe, daß ich den anderen zuschlagen kann."

Jndeß wünschte er, wie ein kluger Befehlshaber, zu glei-cher Zeit, sich, wo möglich, von dem inneren Feinde zu befreien(wofür er einen Jeden hielt, der und trank), ehe er Maß-regeln nahm, die Andern auszuschließcn, die unter Jubelgefchrcinun nahe herbeigekommen waren. Er paßte darum mit Un-geduld auf den Augenblick, wo Ravenswvod seine beiden Gästein die Burg führte, und begann alsbald, seine Unternehmun-gen auszuführen.

Ich denke," sagte er zu den fremden Dienern,daß, dasie den Hirschkopf mit allen Ehren hierher bringen, wir alsInsassen sie vor dem Thore empfangen sollten."

Die arglosen Stallknechte waren kaum hinausgeeilt, diesemhinterlistigen Winke folgend, als der ehrliche Caleb ohne Zeit-verlust den anderen Thorflügel, da, wie bereits angedeutetworden ist, der eine von dem Wind geschlossen worden war, miteiner Gewalt zuwarf, daß der Schall von dem Thorgcwölbe anden Zinnen wiedcrhalltc. Als er so den Eingang gedeckt hatte,richtete er alsbald an die ausgeschlossenen Jäger einekurze Anrede,die er von einem hervortretenden Fenster oder Schießlvche hielt,durch welches in vorigen Zeiten die Wächter, die sich vor demThore zeigenden Personen zu erkennen pflegten. Er gab ihnenin bündiger Sprache zu verstehen, daß das Schloßthor unterkeinerBedingung während der Mahlzeit geöffnet wurde, daß derHerr von Ravenswood miteinigen vornehmen Gästen ebenjehtzuTischesei, daß es unten bei der Schenkwirthin zu Wolfshopeköstlichen Branntwein gäbe, und er deutete diplomatisch an, daßdie Zeche von seinem Herrn berichtigt werden würde, aber diesthat er nur dunkel und zweideutig: denn Caleb Balderstone