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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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Ich weiß nicht, ob der Herr von Ravenswood Ihren Schreckentheilte, aber er verspürte eine ähnliche Nervenerschütterung,während er bemerkteDie Burg Wvlf's Crag könne nichtsals ein Obdach gewähren, aber wenn damit in diesem Augenblickegedient sei" er hielt innc, alS bleibe ihm der Rest der Ein-ladung in der Kehle stecken- Doch der alte Herr, der sich zuseinem Gefährten gemacht hatte, ließ nicht zu, daß er die mehrangedeutete, als ausgesprochene Einladung zurücknähme.

Der Sturm," sagte der Fremde,überhöbe ihn jeder un-schlüssigen Ablehnung die Gesundheit seiner Tochter seischwach sie habe durch einen jüngsten Zufall viel gelitten er hoffe, daß es unter den obwaltenden Umständen zu ent-schuldigen sei, wenn er sich der Gastlichkeit des Herrn vonNavenswvod aufdringe das Leben seines Kindes müsse ihmmehr gelten als Förmlichkeiten."

Da war kein Raum, zurückzutrcten- Der Herr von Ravens-wood zeigte den Weg, indem er fortfuhr, den Zügel der Damezu halten, um zu verhindern, daß ihr Pferd bei einem plötzlichenDonnerschlag nicht durchgehe. Er war durch die Gedanken, diesich ihm zndrängten, nicht so sehr zerstreut, daß er cs nicht be-merkt hätte, wie die Todesbläffe, welche Nacken und Schläfe derDame und die von der Maske unbedeckten Theile des Gesichtseingenommen hatte, einer starken, rosigen Röthe wich, und erfühlte verlegen, daß ein stilles Mitgefühl seine eigenen Wangenerröthen machte. Der Fremde fuhr fort mit Aufmerksamkeit,die er unter dem Anschein von Besorgniß für seine Tochter ver-barg, den Gesichtsausdruck von Navenswvod zu beobachten, wäh-rend sie die Höhe von Wvlf's Crag hinanritten. Als sie vorder alten Burg hielten, fühlte sich Ravenswood in sonderbarerGemüthsstimmung, und als er in dem Hofe nach Caleb rief,war in seiner Stimme etwas Strenges, fast Wuthartiges, das