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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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abhielt, sich zu erkundigen, wem und durch wen er vorgestelltworden sei, sondern was ihn zugleich für den Augenblick gänzlichstumm machte. Die Wolke, die lange Zeit über der Hohe vonWolfs Crag geschwebt hatte, und die sich, je näher sie kamen,dichter und dunkler über Land und See verbreitete, die entfern-teren Gegenstände verbergend, die näheren verdunkelnd, der Seeeinen bleiernen Anschein verleihend und der Heide einen vondunklerem Braun, begann in diesem Augenblicke durch einfernes, wiederholtes Rollen die Donuerschläge. anzukündigen,mit denen sie schwanger war, während zwei schnell auf einanderfolgende Blitze in der Ferne die grauen Thürmc von WolfsCrag zeigte», und in größerer Nähe die rollenden Wogen derSee, die plötzlich in einem rothen Lichte schimmerte.

Das Pferd der schönen Jägerin wurde scheu, und es warRavenswood als Mann und Edelmann unmöglich, sie der Sorgeihres alten Vaters oder ihrer Dienerschaft zu überlassen. Erwar oder glaubte sich aus Höflichkeit verbunden, ihren Zügel zufassen, und ihr in Lenkung ihres unruhigen Thieres beizustehen.Während er damit beschäftigt war, bemerkte der alte Herr, daßder Sturm zu wachsen scheine daß sie sich weit von dem Hausedes Lord Bittlebrains befänden, dessen Gäste sie waren unddaß er dem Herrn von Raveuswood verbunden sein würde, wennihm derselbe den Weg zu dem nächsten Zufluchtsort gegen denSturm andeuten wolle. Zu gleicher Zeit warf er einen verle-genen Sehnsuchtsblick nach dem Schlosse Wolfs Crag, was esdem Herrn desselben unmöglich machte, einem Greise und einerDame in solcher Verlegenheit das Obdach seines Hauses nichtanzubieteu. In der That derZustand der jungen Jägerin machtedies Anerbieten nothwendig, denn während er ihr zur Hand ging,hatte er bemerkt, daß sie stark zittere, und sehr beunruhigtsei, sonder Zweifel aus Furcht vor dem kommenden Sturm.