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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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geneigt, ihn seine Huldigung zn machen; aber es war BucklawSUnglück, das, ihn seine Lebensweise nicht mit der höheren undbesseren Classe der Frauen befreundet hatte, so daß er bei allseiner natürlichen Keckheit scheu und blöde war, wenn cs galt,eine vornehme Dame anzureden.

Als er endlich zum Anstand ein Herz gefaßt (um seineneigenen Ausdruck zu gebrauchen), fühlte er sich entschlossen genug,der schöne» Jägerin guten Tag zu sagen, und die Hoffnungauszndrücken, daß die Jagd ihrem Wunsche entsprochen habenmöge. Ihre Antwort war höflich und bescheiden, und drückteeinige» Dank gegen den wackeren Cavalier aus, der mit soviel Geschick die Jagd beendigt habe, als Hunde und Jägereinen etwas schweren Stand gehabt hätten.

Wahrhaftig, Madame," sagte Bucklaw, den diese Bemerkungauf einmal in sei» Bereich verseht hatte,bei dem Dinge da istweder Mühe noch Verdienst, so daß ein junger Bursche nicht garzu sehr zu fürchten hat, ein Hirschgeweih in den Leib zu bekom-men. Ich war viele Hundertmale bei der Hetzjagd, Madame,und nie sah ich den Hirsch zu Wasser oder zu Land gestellt,ohne daß ich herzhaft drauf lvsgegangcn wäre. Alles ist Uebungund Gewohnheit, Madame, und vor allen Dingen muß manVorsicht und Behutsamkeit anwenden; auch werdet Ihr wohlthun, Madame, ein gutgeschärftes, doppcltschneidigesWeidmefferzn haben, womit Ihr vor- und rückwärts schneiden könnt, daIhr den Grund einseht, denn ein Sroß von dem Hirschgeweihist ein gefährliches und fast giftiges Ding."

Es ist mir bange, Sir," sagte die junge Lady, und kaumverbarg die Maske ihr Lächeln,ich werde solche sorgfältigeVorschriften wenig anzuwenden haben."

Aber der Herr hat in allen Stücken Recht, Mylady," sagteein alter Weidmann, der BucklawS Rede mit großer Erbauung