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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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zugleich, während jeder der Jäger zu hoffen schien, daß einerseiner Gesellen das Wagstück unternehmen wurde, das Thieranzugreifen und zu Fall zu bringen. Der Boden, «ine Ver-tiefung der Gemeinweide oder des Moors, war nicht günstig, umsich dem Hirsch unvermerkt zu nähern, und allgemein war dasSiegesgejubcl, als Bucklaw mit der Behendigkeit eines voll-kommenen Reiters der Zeit vom Rosse sprang, wie ein Blitznach dem Hirsch tzinsauste, und ihn mit einem Hieb seineskurzen Weidmessers in's Hinterbein zu Boden brachte. DieMeute, die nun über ihren geschwächten Feind herstürzte, endetebald seinen schweren Todeskampf, und feierte den Fall dessel-ben durch Bellen während die Hörner und Stimmen der Jägerein Todcssignal erschallen ließen, das fern über den Wogendes benachbarten Meeres verhallte.

Der Jägcrbursche verscheuchte die Hunde von dem röchelndenHirsch, und bot knieend sein Messer einem schönen Fraueubildcdar, die sich auf ihrem weißen Zelter aus Furcht oder ausMitleid bis jetzt in einiger Entfernung gehalten hatte. Sietrug eine schwarzseidcne Neitmaskc, wie man sic damals zutragen pflegte, theils um das Gesicht vor Sonne und Regen zuschützen, theils weil der Anstand nicht erlaubte, daß eine Ladybei einem rauschenden Vergnügen und in gemischter Gesellschaftmit unbedecktem Gesichte erschiene. Der Reicbthum ihres Anzugsindcß, so wie der Anstand und die Gestalt ihres Zelters, nichtminder die weidmännische Huldigung des Jägcrburschen bezcich-ueten sie Bucklaw als die Hauptperson auf der Jagd. Es warnicht ohne ein Gefühl des Mitleids, das an Verachtung gränzte,daß dieser leidenschaftliche Jäger bemerkte, wie sie das ihr vondem Jägerburschen angebotenc Weidmesser ausschlug, mit welchemsie den ersten Schnitt in die Brust des Hirsches thun sollte, umdie Güte des Wildprcts zu prüfen. Er war mehr als halb