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mit einer Art von Verachtung zurückgestoßen worden; und hatteder Herr von Navenswood auch Unbilde von Seiten Sir Wil-liam Ashton's erfahren, so sagte ihm sein Gewissen, daß die-selben nicht fein an der Tochter gerächt worden wären. Alser sich in Gedanken dieses vorwarf, machte die Erinnerung anLnciens schöne Züge, die durch die Umstände ihres Zusammen-treffens noch reizender wurden, einen zugleich besänftigendenund quälenden Eindruck auf sein Herz. Der Wohlklang ihrerStimme, die Zartheit ihres Ausdrucks, die lebhafte Glnth ihrerkindlichen Liebe machten seine Rene, ihr Dankgefühl, mit Härtezurückgestoßen zu haben, bitterer, während sie vor seine Ein-bildungskraft ein Bild von dem zauberischsten Reize malten.
Selbst das starke sittliche Gefühl und die Willensgradheitdes jungen Ravenswovd machten diese Erinnerungen gefährlicher,und ihn selbst geneigter, sie zu wiederholen. Fest entschlossen,wie er war, die vorherrschende Leidenschaft in seinem Gemüthezu besiegen, ließ er in seiner Seele gern die Bilder zu, ja errief sie mit Willen herbei, durch welche jene am besten bekämpftwerden könnte, und indem er also that, verleitete ihn das Ge-fühl seines harten Betragens gegen die Tochter seines Feindes,wie um seinen Fehler gut zu machen, dieselbe mit mehr Anmuthund Reiz zu bekleiden, als ihr in Wirklichkeit vielleicht zukam.
Hätte damals Jemand dem Herrn von Ravenswood gesagt,daß er erst kürzlich der ganzen Familie des Mannes, den ernicht ohne Grund für den Urheber von seines Vaters Todund Verderben ansah, Rache geschworen hätte, so hätte ervielleicht zuerst diese Beschuldigung als eine bösliche Verleum-dung verworfen, doch bei genauer Selbstprüfung würde ernvthgedrnngen zugegeben haben, daß die Beschuldigung einmalgegründet gewesen, obgleich cs schwer war, seiner jetzigenStimmung nach zu nrtheilen, diesen Fall für möglich zu halten.