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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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und des Beilkcspiels müde war, wenn er selbst sein Roß mitBürste, Striegel und Haartuch bis zum Ueberdruß geglättethatte, wenn er sah, wie sich dasselbe nach Aufzehrung seinesHeu's nnd Korn's im Stall gemächlich niederstrcckte, so beneideteer fast die Zufriedenheit, womit sich das Thier in ein so ein-förmiges Leben zu finden schien.Das dumme Vieh," sagte er,denkt weder an Rennbahn noch Jagd noch an seinen grünenNasen zu Bncklaw; es behagt sich sogar in dem schlechtenStalle, wo man es angebunden, als wenn cs daselbst ge-worfen worden wäre; und ich, der ich mit der Freiheit einesStaatsgefangenen alle Winkel dieses verwünschten alten Thur-mcs durchwandern darf, vermag es kaum, mir durch Pfeifenund Schlafen die kurze Spanne bis zur Essenszeit zu vertreiben."

Und in dieser niederschlagenden Betrachtung wandte er sichzu den Zinnen des Thurmes, um die auf dem weiten Moor-grunde erscheinenden Gegenstände zu beobachten, oder um mitKieseln und Kalkstückchen die Seemöven und Wafferraben zuwerfen, die sich unbesonnen in das Bereich eines müßigenjungen Mannes begaben.

Ravenswood stellte bei einem weit tieferen und kräftigerenGemüthe, als das seines Gesellen, ebenfalls seine beklemmen-den Betrachtungen an, die ihn in eben die üble Laune versetz-ten, wie Langweile und Müßiggang seinen Gefährten. DieErscheinung von Lucie Ashton hatte zuerst weniger Eindruckauf ihn gemacht, als man von ihrem Bilde erwartet hätte.Als aber die Gluth des Rachegefühls, die ihn angetriebenhatte, eine Zusammenkunft mit Sir William zu suchen, allmäh-lig erkaltete, fand er, daß sein Betragen gegen die Tochterdieses Mannes hart und dem Rang und der Schönheit der-selben unangemessen gewesen sei. Die Dankbarkeit, die sich inihren Blicken ausdrückte, die freundliche Güte ihrer Worte waren