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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
Entstehung
Seite
117
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Klemme befinden, verhüt's Gott," fügte er hinzu, das Geständ-niß zurücknehmend, das er in der ersten Freude gethan; aberdoch find wir weit von dem entfernt, was wir waren, odersein sollten. Was das Essen belangt für was sollt' ichlügen? wir haben gerade noch den letzten Rest der Hammels-kenle, die erst dreimal auf der Tafel war, und je näher amKnochen je schmackhafter, wie Ew. Ehren wissen; und dannhaben wir noch die Rinde des Schafkäses und ein wenig kost-barer Butter und und das ist Alles, was ich weiß."Und mit großer Munterkeit brachte er seinen spärlichen Vorrathherbei, und setzte ihn mit allem Anstand auf ein rundes Tischchenzwischen die beiden Herren, die sich weder durch die Einfachheit,noch durch die Spärlichkeit des Mahles abhalten ließen, demselbenEhre anzuthnn. Caleb bediente sie beim Mahle mit aller Pünkt-lichkeit, gleichsam als wollte er durch seine aufmerksame Behen-digkeit verhüten, daß man eine weitere Bedienung vermisse.

Aber ach! wie wenig vermag die strengste Förmlichkeit beieinem solchen Anlässe, den Mangel körperlicher Nahrungsstvffezu ersetzen! Bucklaw, der mit Gier einen ansehnlichen Theilder dreimal geplünderten Hammelskeule aufgespeißt hatte,verlangte nun Ael.

Ich getraue mich nicht, unser Ael zu empfehlen," sagteCaleb;der Mond war ungünstig, und letzte Woche hat's fürch-terlich gedonnert; aber ein Wasser, wie's das Schloß hat, werdetIhr selten sehen, Bucklaw, und das ist's, was ich Euch empfehle."

Aber wenn Euer Ael nichts taugt, so könnt Ihr uns wenig-stens Wein geben," sagteBucklaw, der bei Erwähnung des reinenvon Caleb so ernstlich angcpriesenen Elementes den Mund verzog.

Wein?" antwortete Caleb mit Sicherheit,hier ist Weingenug; cs sind erst zwei Tage her leid thut mir die Veran-lassung da wurde hier so viel Wein getrunken, daß ein