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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
Entstehung
Seite
118
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Schiff darin hätte schwimmen können. An Wein hat's inWolf's Crag nie gefehlt."

So holet uns einigen, statt davon zu reden," sagte seinHerr. Und Caleb ging mit Zuversicht hinaus.

In dem alten Keller versetzte er jedem leeren Fasse einenStoß, und schüttelte es in der verzweifelten Hoffnung, so vielClaret auf dem Boden zu finden, um das große zinnerneMaß, das er trug, voll zu machen. Ach! jedes war zu ge-wissenhaft geleert worden, und mit allen Kunstgriffen undNothmittcln, die er als Kellermeister besaß, konnte er nur einhalbes Viertel zusammenbringen, das annehmbar schien.Aber Caleb war ein zu guter Feldherr, als daß er das Feldgeräumt hätte, ohne eine Kriegslist zur Deckung seines Rück-zugs anzuwenden. Er ließ, als wäre er gestolpert, an derThüre des Gemachs eine leere Flasche fallen, rief Mysie, denWein aufzuwischen, der nicht verschüttet worden war, undsetzte die andere Flasche auf den Tisch in der Hoffnung, daßdie Herren daran genug haben würden. Und so war es, so-gar Bucklaw, ein geschworner Freund der Reben, fühlte keineVersuchung, seinen ersten Angriff auf den Weinkeller vonWolf's Crag zu erneuern, und begnügte sich gezwungen miteinem Trünke Hellen Wassers. Endlich machte man Anstaltenzur Ruhe, und da das Geheimzimmer dazu aüsersehen ward,so hatte Caleb die besten und annehmbarsten Ausflüchte fürjeden Mangel an Geräthschaften, Bettung n. s. w.

Wer," sagte er,hätte gedacht, daß wir das Geheim-zimmer nöthig haben würden? seit der Gowrie-Verschwörungist es nicht gebraucht worden, und ich durfte nie einem Weibeden Eingang kennen lernen, oder, Ew. Ehren wird's zugeben,er wäre nicht lange ein Geheimzimmer geblieben."