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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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Ravenswood dafür erweise, daß er die Bestattung seines Va-ters nicht unterbrochen haben wollte, von Jedermann mißbil-ligt werden. Und schließlich ersuchte er sie mit den Worteneines großmüthigcn und hochgesinnten Mannes, die Sacheohne strenge Maßnahme zu übersehen. Er berührte mit Zart-heit das Verhältniß, in welchem er mit dem jungen Ravens-wood stand, daß er nämlich aus einem langwierigen Rechts-streit, worin der Reicblhum dieses edlen Hauses so sehr zusam-mengeschmolzen, als Sieger davongegangen sei, und bekannte,daß es seinem Herzen sehr wohlthuend sein würde, wenn ereine Gelegenheit finden könne, dieser Familie den Schaden,den er ihr durch Verfolgung seines guten Rechts zugefügthabe, in Etwas zu vergüten. Sein persönliches Ansuchenwar demnach, daß die Sache ohne Folgen bleiben möge. Dasmerkwürdigste war, daß er gegen seine Gewohnheit der LadyAshtvn keine besondere Mittheilung von dem Aufruhr machte,und daß er, obgleich er des Schreckens erwähnte, den einerder wilden Bullen Lucien zugefügt, doch in die Einzelheiteneines so bedeutenden und gefährlichen Zufalls nicht einging.

Groß war das Staunen der politischen Freunde und Col-lege» von Sir William Ashton, als sie Briefe so unerwartetenInhalts erhielten- Indem sie die Stellen mit einander ver-gliche», lächelte der eine, ein anderer zog die Augenbrauen indie Höhe, der dritte nickte dem allgemeinen Befremden Bei-fall, und ein vierter fragte, ob man gewiß wäre, daß diesalle Briefe wären, die der Lord Keeper in dieser Sache geschrie-ben habe. Es will mir nicht in den Kopf, Mylords, daßkeiner dieser Berichte den Grund der Sache enthält.

Aber keine Geheimbriefe von entgegengesetztem Inhalt wa-ren angekommen, obwohl diese Frage die Möglichkeit ihresVorhandenseins zu beweisen schien-