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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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Gefahr schwebe, so wollte sie ungeachtet seiner vorwärts ei-lenWenn Ihr gehen wollt, bedient Euch meines Arms,wiewohl ich vielleicht nicht die Person bin, für die es sich ambesten schickt, Euch Hülfe anzubietc»."

Doch ohne auf diese Weisung zu achten, nahm ihn Luciebeim Wort.O, wenn Ihr ein Mann, wenn Ihr ein Edelmannseid," sagte sie,so helft mir meinen Vater suchen! Ihr dürftmich nicht verlassen Ihr müht mit mir gehen vielleichtringt er mit dem Tode, während wir hier sprechen!"

Dann, ohne auf eine Entschuldigung zu hören, hielt sie sichan dem Arme des Fremden fest, ohne an was Weiteres zu den-ken, als daß er ihr einen Stützpunkt gewähre, den sie zum Gehennöthig habe, wozu sich jedoch noch die Absicht gesellte, ihn aufdiese Art zu verhindern, sie allein zu lassen; sie drängte ihn, jasie zog ihn fast vorwärts, als Sir William Ashton zum Vor-schein kam mit der Dienerin der blinden Alice und zwei Holz-hauern, die er zu Hülfe gerufen hatte- Die Freude, seine Toch-ter gesund und wohl zu sehen, ließ das Befremden nicht auf-kommen, womit er sie zu einer andern Zeit betrachtet habenwürde, wenn er sie an dem Arme eines Fremden so zutraulich,als wäre es der seinige, würde gefunden haben.

Lucie, meine liebe Lucie, bist du unverletzt? ist dir's wohl?"waren die einzigen Worte, die er hervorbrachte, während ersie mit Entzücken umarmte.

Mir ist wohl, Gott sei Dank! um so mehr, als ich Euchwohl sehe; doch dieser Herr," sagte sie, indem sie seinen Armverließ, und von ihm zurücktrat,was muß er von mir denken?"und ihr beredtes Blut, das über Nacken und Stirne strömte,sprach es aus, wie sehr sie über die Freiheit beschämt war,womit sie den Beistand des jungen Mannes angesprochenhatte.