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Schutze dessen, dem Ihr heute vielleicht ein Schutzengel ge-worden seid "
Lucie war über die Zweideutigkeit dieser Sprache erstaunt,und begann mit einem schlichten und ungekünstelten Dankgefühlsich der Vorstellung zu erwehren, als habe sie ihren Retter be-leidigen wollen, gleich als wenn so was möglich gewesen wäre.„Ich bin nicht glücklich gewesen," sagte sie, „in der Art, mei-nen Dank anszndrücken. Ich bin davon überzeugt, daß cs soist, obwohl ich mir nicht bewußt bin, wie ich gefehlt habe —Aber wenn Ihr warten wolltet, bis mein Vater — bis derLord Keeper kommt — Wolltet Ihr ihm nicht vergönnen, Euchzu danken, und nach Eurem Namen zn fragen?"
„Mein Name ist unnöthig," antwortete der Fremde; „EuerVater — ich möchte lieber sagen, Sir William Ashton, wirdihn nur zn früh für das Vergnügen erfahren, das er ihmwahrscheinlich machen wird." «
„Ihr irrt Euch in ihm," sagte Lucie mit Nachdruck; „erwird um meinet- und seinetwillen dankbar sein. Ihr kennetmeinen Vater nicht, oder Ihr täuscht mich mit dem Mährchenseiner Rettung, während er bereits dem wüthenden Thier zumOpfer gefallen."
Bei dieser Vorstellung sprang sic auf, und wollte nach demBaumgang eilen, wo der Vorfall stattgehabt, während derFremde, wiewohl er zwischen dem Wunsch, ihr zu helfen, unddem, sie zn verlassen, zn zweifeln schien, ans allgemeiner Men-schenliebe ihrem Vorhaben durch Wort und That widerstund.
„Ans das Wort eines Edelmanns, meine Dame, ich sageEuch die Wahrheit; Euer Vater ist vollkommen wohl; Ihrwerdet Euch Gefahren ausscyen, wenn Ihr es wagt, nachdem Weideplatz der Bullen zurückzukehren. — Wenn Ihr gehenwollt" — denn da sie sich vorstellte, daß ihr Vater noch in