von dem Wasser triefend, das ihr Beschützer zur Belebungihrer Sinne reichlich angewandt hatte, dicht an ihren schlankenund schöiigebautcn Körper schmiegte.
Im ersten Augenblicke der Besinnung erinnerte sie sich derGefahr, die ihre Sinne überwältigt hatte — im nächstfolgen-den gedachte sie der ihres Vaters. Sie sah um sich her; erwar nirgends zu sehen. Mein Vater — mein Vater! das warAlles, was sie herausbringcn konnte.
„Sir William ist gerettet," antwortete eine fremde Stimme;„er ist gesund und wohl, und wird bald bei Euch sein."
„Wißt Ihr das gewiß?" rief Lucie; „der Bulle war nahean uns — haltet mich nicht zurück — ich muß meinen Vateraufsuchen!"
Und in diesem Entschlüsse stund sie auf; aber ihre Kräftewaren so erschöpft, daß sie, ohne ihren Entschluß ausführcn zukönnen, wider die Steine, an welche sie sich gelehnt hatte, hättestürzen müssen, wahrscheinlich zu ihrem bedenklichen Schaden.
Der Fremde stund ihr so nahe, daß, wollte er den Sturznicht zulassen, er es nicht vermeiden konnte, sie in die Arme zufassen, was er jedoch mit einem Widerwillen that, der selten sichzeigen mag, wenn Jugend die Schönheit rettet. Es schien, alsob ihr Gewicht, so leicht es war, dem jungen, kräftigen Helferzu schwer vorkomme, denn ohne die Versuchung zu fühlen, sieeinen Augenblick länger in seinen Armen zu halten, setzte er siewieder auf den Stein, von dem sie sich erhoben hatte, und nach-dem er einige Schritte zurückgetreten war, sagte er hastig:„Sir William Ashton ist vollkommen wohl, und wird gleichhier sein. Macht Euch keine Sorgen um ihn — das Schick-sal hat ihn wunderbar gerettet. Ihr, meine Dame, seid er-schöpft, und müßt nicht daran denken aufzustehcn, bevor Ihreinen schicklicheren Beistand findet, als der ineinige ist."