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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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Rolle des Tafelmeisters übernommen hatte, antwortete mitrauher Stimme:ich erharre meine Zeit", nnd in dem näm-lichen Augenblicke wurde ein Stierkopf, das alte Sinnbild desTodes, anfgetragen- Auf dies Zeichen brach die Verschwörungaus, und der unrechtmäßige Besiyer wurde nebst seinem An-hang niedergemacht. Vielleicht war etwas in dieser bekanntenSage, was das Gewissen des Lord Keeper scharf berührterdenn, nachdem er das Blatt, worauf er seinen Bericht ange-fangen, weggelegt, und die anfgenommcncn Notizen in einSchreibfach verschlossen hatte, verließ er das Zimmer, gleich-sam als wolle er seine Gedanken sammeln, und die Folgendes Schrittes, den er unternehmen wolle, zuvor bedenken, ehees zu spät wäre.

Als er das geräumige gothische Vorzimmer durchschritt,hörte er die Töne von seiner Tochter Laute Die Musik, wennwir die Spieler nicht sehen, erfüllt uns mit Freude und Stau-nen, und erinnert uns an das Concert der Vögel in grünenGebüschen. Der Staatsmann, der sich so einfachen und natür-lichen Gefühlen nicht hinzugeben pflegte, war doch immerMann und Vater. Er blieb stehen, nnd horchte, während dieSilberstimme von Lucie Ashton eine alte Weise begleitete,welcher ein Unbekannter folgende Worte unterlegt hatte:

Mußt dich nicht an Schönheit meiden,

Rnhia bleib', wenn Kön'ge streiten,

' Trink' nicht, perlt der Wein im Becher,

Vor dem Volke sei kein Sprecher,

Schließ' dein Ohr per dem Gesänge,

Nicht nach Gold dein Finger lange,

Hali' Herz, Ang' und Hände zn,

Leb' gemach, und stirb ln Ruh'.

Die Töne schwiegen, und Keeper trat in's Zimmer seinerTochter.