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während seines eintägigen Caliphats, ein Geschenk von tausendGoldstücken an seinen eigenen Haushalt zu senden, und dieschottischen Viceregenten, die ihre Macht der Anstrengung ihrerAnhänger verdankten, verfehlten es nicht, ähnliche Belohnun-gen zu spenden.
Die Rechtspflege namentlich wurde durch die größte Par-teilichkeit geschändet. Kaum gab es einen bedeutenden Rechts-streit, wo nicht die Ritter Anlaß zur Parteilichkeit gefundenhätten, und sie waren so wenig fähig der Versuchung zu wi-derstehen, daß das Sxrüchwort — Zeige mir den Mann,so zeig' ich dir das Recht, eben so gewöhnlich wurde, alses ärgerlich war. Das eine Verderbniß führte zu anderen,die gröber und schimpflicher waren. Der Richter, der seinAnsehen hergab, bald um einen Freund zu unterstützen, baldum einen Feind niederzuschlagen, und dessen Urtheile auf poli-lische oder auf Familien-Verbindungen gegründet waren, konntenicht als dem Eigennutze und der Selbstsucht unzugänglichangesehen werden; und man glaubte nur zu oft, daß die Börsedes Reichen in der Wagschale die Sache des Armen überwo-gen habe. Die geringen Amtleute machten sich kein Gewissendaraus, Bestechungen zu nehmen. Silbergeschirr und Säckevoll Geld wurden als Geschenke an des Königs Räthe geschickt,um ihr Betragen zu bestimmen, und dies geschah mit so wenigHeimlichkeit, daß ein Zeitgenosse sagt, sie seien gleich Brenn-holz auf die Hausfluren abgeworfen worden.
In einer solchen Zeit war die Vermuthnng, daß ein rechts-gcübter Staatsmann, ein mächtiges Glied einer siegenden Par-tei Vortheile über seinen weniger geschickten und weniger be-glückten Gegner suchen und finden möchte, nicht allzu hart-herzig; und hätte man auch das Gewissen des Sir WilliamAshton für zu bedenklich gehalten, um solche Vortheile zu