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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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weiß, und der es versteht, große Summen in einem Landeaufzuhänfen, wo des Geldes nur wenig zu sammeln ist. undder eben so wohl den Werth des Reichthums und die Mittel,ihn zu vermehren, kennt, als es versteht, sich desselben alseines Werkzeugs zu Vergrößerung seiner Macht und seinesEinflusses zu bedienen.

Mit diesen Eigenschaften und Gaben war er ein gefähr-licher Feind für den stolzen, unbesonnenen Ravenswood. Ober ihm eine gültige Ursache für den Haß gegeben habe, wo-mit der Baron ihn betrachtete, darüber sprachen die Leuteverschieden. Einige sagten, die Feindschaft habe ihren alleini-gen Grund in der Eifersucht und dem Neide von Lord Ravens-wood, der gutwillig keinen Anderen, wäre cs auch durch ehr-lichen Kauf, Besitzer der Güter nnd des Schlosses seiner Vor-fahren werden sehen könne. Aber die meisten, gewohnt, denabwesenden Reichen zu verunglimpfen, wie dem anwesendenzu schmeicheln, behaupteten eine weniger liebreiche Meinung.Sie sagten, daß der Lord Keeper (denn zu dieser Höhe warSir William Ashton aufgestiegen) vor dem Kaufabschluß derHerrschaft von Ravcnswood mit dem letzten Besitzer derselbenin bedeutenden Geldgeschäften betheiligt gewesen sei, und in-dem sie mehr Andeutungen als klare Auskunft über ihre Ber-muthung gaben, fragten sie, welcher der Betheiligten wahr-scheinlich im Vortheil gewesen sei bei Aufstellung und Begrün-dung der aus diesen verwickelten Geschäften entspringendenForderungen, und dann machten sie cs mehr als bemcrklich,welche Vortheile der kalte Rechtsgelehrte, der geschickte Staats-mann nothwendig vor dem hitzigen und unbesonnenen Mannevoraus habe, den er in juristische Netze und finanzielle Strickeverwickelt.

Der Geist jener Zeiten bestärkte dergleichen Argwohn

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