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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
Entstehung
Seite
29
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Ich machte meinen Bückling für das Compliment, underklärte mich geneigt, wenigstens den Versuch einer geraderenund kürzeren Darstellungsweise zu machen, nach welcher meinePersonen mehr handeln und weniger sprechen sollten, als inmeinen früheren Arbeiten der Fall gewesen. Dick nickte mirBeifall, und sagte, da er mich so gelehrig finde, so wolle ermir zum Besten meiner Muse einen Gegenstand mittheilen,den er mit Absicht auf seine eigene Kunst studiit habe.

Der Volksglaube, sagte er, hält diese Geschichte fürwahr;aber da mehr als ein Jahrhundert seitdem verlaufen ist, sokan» man mit Recht einige Zweifel in die Richtigkeit derEinzelnheitcu setzen.

Als Dick Tinto so gesprochen, durchstöberte er sein Porte-feuille, um die Skizze zu suchen, nach welcher er ein Gemälde von14 Fuß Höhe und 8 Fuß Breite ausführen wollte. Die Skizze,die, einen angemessenen Ausdruck zu gebrauchen, sauber ansge-führt war, zeigte eine altcrtbümliche Halle, eingerichtet und ver-ziert im Geschmack des Zeitalters der Königin Elisabeth. DasLicht fiel durch den oberen Thcil eines hohen Fensters auf einFrauengeslcht von wunderbarer Schönheit, das mit dem Aus-druck des stummen Schreckens auf den Ausgang eines Gesprächszwischen zwei anderen Personen zu warten schien. Die eine warein junger Mann, in dem Bandyk'schcn Kostüm des ZeitaltersKarls I., der mit dem Ansdruck ungehaltenen Stolzes, wiedie Hebung des Kopfes und die Ausstrcckung des Armes zuerkenne» gab, eher ein Recht als eine Gunst zu fordern schienvon einer Lady, die ihrem Alter »ach und nach einer gewissenAehnlichkeit der Züge die Mutter der jungen Dame zu sein schien,die mit einem Ausdruck von Mißfallen und Aerger zuhörte.

Tinto brachte seine Skizze mit der Miene stillen Triumphshervor, und betrachtete sie mit Blicken, wie ein eitler Vater sein