und »ns mit den schleppenden sagte er und sagte sie ver-schont hätten,womit es Euch beliebt hat,Eure Seiten zu überladen.
Ich antwortete, daß er die Arbeit des Pinsels und dieder Feder für einerlei halte, daß die lichte und stille Kunst,wie einer unserer vornehmsten lebenden Dichter die Malereinenne, nothwendig an das Auge sich wende, weil sie zu demOhre nicht sprechen könne, während die Poesie und jede ihranverwandte Kunst gerade umgekehrt verfahren müsse, undsich an das Ohr wende, um die Theilnahme zu finden, diesie von dem Auge nicht erlangen könne.
Dick war durch meine Beweisführung nicht geschlagen, die,wie er behauptete, ans einer falschen Vorstellung bcrnbt. Be-schreibung, sagte er, wäre für einen Romanschrciber gerade das,was Zeichnung und Färbung für einen Maler wären; Wortewären seine Farben, und bei richtiger Anwendung könnten diesel-ben nicht verfehlen, daS darznstellende Bild so lebhaft dem gei-stigen Auge anschaulich zu machen, wie cS die Leinwand demleiblichen Auge machte. Die nämlichen Regeln,behauptete er, seienbeiden Künsten gemein, und zu häufiges Gespräch sei in dererstercn schwülstig und schleppend, und drohe die erzählende Kunstmit der dramatischen zu verwechseln, die doch von jener weitverschieden sei, weil das Wesen des Drama im Gespräch bestehe,angesehen Alles, ausgenommen das Gespräch, dem Auge durchdie Kleidung, die Personen und die Handlung der Schauspielerversinnlicht würde. Aber so wie es, sagte Dick, nichts lang-weiligeres gibt als eine lange Erzählung mitten in einem Drama,so ist, wo Ihr Euch durch Mittheilung langer Gespräche derdramatischen Dichtkunst genähert habt,der Lauf Eurer Geschichtefrostig und gezwungen, und Ihr verliert die Gewalt, die Auf-merksamkeit zu fesseln und die Einbildung zu reizen, worin Ihrbei anderen Gelegenheiten so ziemlichen Erfolg gehabt habt.