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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
Entstehung
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Pinsel. Ein alter, invalider Unteroffizier saß ihm zu demBilde von Bothwell, Leibwächter Karls II. und der Glöcknervon Gandercleugh zn dem von David Deans. Doch währender so seine Kräfte mit den »reinigen zur Verschönerung dieserErzählungen vereinte, mischte er zu den Lobsprllchen, die ihmmeine Arbeiten entrissen, manche Dosis einer heilsamen Kritik.

Eure Personen, sagte er, mein lieber Pattieson, machenzn viel Gebrauch von ihrem Schnabel, sie klappern zuviel (gewählte Ausdrücke, die Dick als Theatermaler bei einerwandernden Bande aufgeschnappt hatte- ganze Seitensind voll Gewäsch und Gespräch.

Ein alter Weltweise, versetzte ich, pflegte zu sagen: sprich,damit ich dich kenne» lerne; und wie könnte ein Autor seinepersonse llruinstis lebendiger und eindringlicher seinen Lesernvorführen, als gerade dnrch's Gespräch, worin jeder seineneigenthümlichen Charakter am besten schildert.

Das ist ein falscher Schluß, sagte Tinto, ich hasse ihn,Peter, gleich einer leeren Kanne. Ich gebe es zu, daß dieSprache in der Darstellung menschlicher Verhältnisse von Wich-tigkeit ist, und ich will mich nicht bei dem Lehrsätze des pytha-goräischen Schöpplers verweilen, welcher glaubte, daß Wortebei einer Flasche der Unterhaltung schadeten. Aber ich glaubecs nicht, daß ein Künstler sein darzustellendes Gemälde in einGespräch einkleiden dürfe, in der Absicht, desto lebendiger undeindringlicher auf den Leser zn wirken. Im Gegentheil, dieMehrzahl Eurer Leser, Peter, sollten je diese Erzählungenveröffentlicht werten, soll richten, ob ihr nicht eine Seite vollGespräch für jedes einfache Bild, das in ein paar Wortenhätte dargestellt werden mögen, gegeben habt, während Stel-lung, Handlung und Vorfall, richtig gezeichnet und mit derangemessenen Färbung, alles Nöthige ausgedrückt haben würden,