konnten, so mußte er in die üble Lage kommen, welche die na-türliche Folge des zweiten war. Er wurde eine Zeitlang voneinigen jener feinen Kenner begünstigt, die aus dem Seltsameneine Tugend machen, und ihre Meinung in Geschmackssachenund Knnsturtheilen gegen die einer ganzen Welt behaupten.Aber diese wurden des armen Tinto's bald müde, und ließenihn als eine Last fallen, gerade wie ein verzärteltes Kind seinSpielzeug wegwirft. Mangel, furcht' ich, hat ihn hingerafft,und zu einem frühe» Grabe begleitet, zu welchem man ihn hin-trug aus einer finsteren Wohnung in Swallow-Street, wo ihnseine Wirthin um dcn Miethzins plagte von innen und Gerichts-diener auf ihn fahndeten von außen, bis ihn der Tod vonAllem erlöste. Ein Winkel in der Morning-Post bemerkte sei-nen Tod mit dem Zusatz, daß seine Manier ein großes Genieverrathen, obgleich sein Styl skizzenhaft gewesen sei, und bezogsich auf eine Anzeige, worin Mr. Barnish, ein bekannter Kunst-händler, ankündigte, daß er noch eine geringe Zahl von Zeich-nungen und Gemälde» von Richard Tinto, Esquire, besitze,welche ohne Aufschub zu besichtigen, der Adel und die schöne Welt,wenn sie ihre Sammlungen mit neueren Kunstsachen vervoll-ständigen wollten, eingeladen wurden. So endete Dick Tinto!ein trauriger Beweis der großen Wahrheit, daß Mittelmäßig-keit in den schönen Künsten nicht erlaubt ist, und daß der,welcher die höchste Staffel der Leiter nicht erreichen kann,am besten thut, den Fuß ganz und gar nicht darauf zu setzen.
Tinto's Andenken ist mir thcuer, wenn ich mich an dieUnterhaltungen erinnere, die ich mit ihm hatte, die sich ge-wöhnlich um meinen gegenwärtigen Gegenstand drehten. Erfreute sich über meine Fortschritte, und sprach von einer ver-zierten Prachtausgabe mit Köpfen, Vignetten und euls stelumpe, alle von seinem landsmann- und freundschaftlichen