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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
Entstehung
Seite
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und reine Wäsche enthielt. Daß er in dem besten Vernehmenmit meinem Wirthe schied, war an dem kalten Rindfleisch,das im kleinen Saal, in der Mitte zweier Kannen herrlichen,starken Bieres aufgetragcn war, abzunehmen, und ich gestehe,daß ich begierig war, zu erfahren, durch welche Mittel dieVerhältnisse meines Freundes so schnell eine verbesserte Ge-stalt gewonnen hätten. An ein Bündniß mit dem Bösenkonnte ich bei Dick nicht denken, und durch welche irdischenMittel er sich so glücklich geholfen, konnte ich mit allen mei-nen Muthmaßnngen nicht finden.

Er bemerkte meine Neugier, und nahm mich bei der Hand.Freund, sagte er, gern würde ich es sogar Euch verhehlen,welche Herabwürdigung ich mir gefallen lassen mußte umvon Gandercleugh mit Ehren fortzukommen. Doch was nütztes, das verbergen zu wollen, was sich nothwendig durch seineausgezeichnete Größe verräth? Das ganze Dorf, das ganzeKirchspiel, die ganze Welt wird es bald erfahren, in welcheArmuth Richard Tinto versunken ist.

Ein plötzlicher Einfall fuhr mir durch den Sinn. Ichhatte bemerkt, daß unser Wirth an jenem denkwürdigen Mor-gen ein Paar ganz neue Hosen von Velveteen trug, anstattseiner alten von Thickset.

Was, sagte ich, indem ich meine rechte Hand mit aneinan-dergepreßtem Zeigefinger und Daumen flüchtig von der rech-ten Hüfte nach der linken Schulter bewegte, Ihr habt einge-willigt, die Kunst Eures Vaters, für die Ihr zuerst bestimmtwäret, wieder auszuüben, lange Nähte, nicht wahr Dick?

Er wies diese unglückliche Vermuthung mit gerunzelterStirne und einem Schnalzer ab, beides Zeichen tiefer Ver-achtung, und nachdem er mich in ein anderes Zimmer geführt,zeigte er mir das an die Wand gelehnte, majestätische Haupt