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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
Entstehung
Seite
19
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Zu einem Meister dieses herabgekommcncn Gewerbes ge-sellte sich, wie gesagt, Dick Tinto, und begann, wie es beiden göttlichen Genies in diesem Feld der schönen Knuste Ge-brauch ist, zu malen, ehe er einen Begriff vom Zeichnen hatte.

Seine Beobachtungsgabe brachte ihn bald dahin, die Feh-ler seines Meisters zu verbessern, und sich über die Lehrendesselben aufzuschwingen. Er glänzte vorzüglich in buntenPferden, was ein Lieblingsbild in den schottischen Dörfern war,und bei der Untersuchung seiner Fortschritte bemerkte man mitVergnügen, wie er den Nücke» dieser edlen Thicre immerkürzer machte und die Beine immer länger, so daß sie endlicheinem Krokodille unähnlicher wurden und einem Klepper ähn-licher. Die Verleumdung, welche das Verdienst immer mitSchritten verfolgt, die mit dem Voraussein desselben im Ver-hältniß sind, hat freilich behauptet, daß Dick einmal ein Pferdmit fünf Beinen gemalt habe, statt mit vieren. Ich könnteseine Vertheidigung auf die Freiheit gründen, die man diesemZweige seiner Kunst einräumt, und die, wie sie andere selt-same und unpassende Zusammensetzungen erlaubt, so weit aus-gedehnt werden dürfte, einem geliebten Geschöpf ein überzäh-liges Bein zuzueignen. Jedoch die Sache eines erblichenenFreundes ist heilig; und ich verschmähe es, dieselbe so oberfläch-lich zu behandeln. Ich habe das fragliche Schild besucht, dasnoch heute zu Langdirdum in den Lüsten schwebt, und ich kannes mit einem Eid bekräftigen, daß, was man fälschlich oder mitFalschheit für das fünfte Bein des Pferdes angenommen hat,in der That der Schweif dieses vierfüßigcn Thleres ist, der,wenn man ihn mit der Stellung vergleicht, worin das Thiergehalten worden, ein Umstand wird, der von einer großen undmächtigen, obwohl verwegenen Kunst zeugt. Der Klepper istdargestellt in erhobener, springender Bäumung; der bis zur