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hoffnungsvoller Lehrling nicht allein alle Kreide verbrauchte,um Zeichnungen auf den Werktisch zu machen, sondern sogarverschiedene Spottbilder auf seines Vaters beste Kunden ans-zuführen, die sich laut über das harte Schicksal beklagten, daßihre Personen nicht allein verunstaltet würden durch den Schnittdes Vaters, sondern zugleich lächerlich gemacht durch die Ma-lerei des Sohns. Dies führte zu Verruf und Verlust derKunden, bis der alte Schneider, dem Verhängniß weichendund auf Bitten seines Sohnes, demselben erlaubte, sein Glückauf einem anderen, ihm angemesseneren Wege zu suchen.
Ungefähr um diese Zeit war im Dorfe Langdirdum ein wan-dernder Bruder vom Borstenpinsel, der seinen Beruf sub äovsIriMo ausübte, djeBewundernng aller Baucrnbuben und vor-züglich Dick Tinto's. Das Zeitalter hatte noch nicht mit anderenunedlen Ersparnissen die knauserige Gewohnheit angenommen,durch Schriftzüge den Mangel bildlicher Darstellung zu ersetzen,und die Jünger der schönen Künste eines leichten Unterrichts-und Erwerbsmittels dadurch zu berauben. Es war noch nichterlaubt, auf den getünchten Thürgang eines Bicrhauses oderaufein Wirthshausschild zu schreiben „Zur Alten Atzel" oder „ZumTürkenkopf", und das lustige Bild des gefiederten Plappermaulsoder die gerunzelte Stirn des furchtbaren Tnrbanträgers durchkalte Namen zu ersetzen- Dies jugendliche und schlichtere Zeitalterschenkte eine gleiche Achtung den Bedürfnissen aller Stände, undmalte in allgemein verständlichen Bildern die Erfordernisse desMagens in der richtigen Voraussetzung, daß ein Mann, der keineSylbe lesen könne, dennoch ein eben so guter Biertrinker seinmöge, als seine gebildeten Nachbarn oder der Pfarrer selbst.Diesem gemeinnützigenGrundsatze gemäß -äugten noch dieWirthedie Sinnbilder ihres Berufs heraus, und die Schildmaler, wennsie auch selten schmausten, starben wenigstens nicht vor Hunger.