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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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dert, bewaffnet wie ein alter Hochländer, das Schwert aberin der linken Hand tragend. Das Gespenst zeigt sich stetsin tiefem Gram. Bisweilen scheint er im Begriff, den Rei-senden anzufallen, flieht aber stets, wenn man ihm muthigentgegcntritt. Diese Sagen gründen sich auf zwei besonderePunkte in seiner Geschichte seine erwiesene Furchtsamkeitund seinen Selbstmord; beides Umstände, die in der Geschichteeines Hochländerhäuptlings fast ohne Beispiel sind-

Nachdem Simon Glover dafür gesorgt, daß sein FreundHarry in seinem eigenen Hause in Curfewstreet gehörige Pflegefand, langte er am nämlichen Abend zu Campflde an und fandseine Tochter sehr fieberkrank in Folge der Auftritte, die siejüngst erlebt hatte, und besonders des Endes ihres ehemali-gen Spielgenoffen. Die Zuneigung der Sängerin machte diesezu einer so aufmerksamen und sorglichen Pflegerin, daß derHandschuhmacher sagte: es solle nicht seine Schuld sein, wennsie je die Laute wieder berührte, außer zu ihrem eigenenVergnügen.

Es währte einige Zeit, ehe Simon wagte, seiner Tochtervon Harry's letztem Streit und seinen schweren Wunden zusagen, und er nützte möglichst den vortheilhasten Umstand, daßihr treuer Liebhaber Ehre und Reichthum zurückgewiesen habe,um kein Kriegsmann von Profession zu werden und Douglaszu folgen. Katharina seufzte tief und schüttelte das Hauptüber die Geschichte des blutigen Palmsonntags auf dem nörd-lichen Anger- Offenbar aber hatte sie erwogen, daß die Men-schen selten in Civilisation und Verfeinerung den Begriffenihrer eigenen Zeit vorschreiten, und daß ein kühner und aus-schweifender Muth, wie der Harry Schmieds, in den eiser-nen Tagen, in welchen sie lebte, der Schwäche vorzuziehensei, welche Conachars unglückliches Ende herbeisührte- Wenn