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fast sogleich in Wuth über — eine Stimmung, so entgegengesetztder Sanftheit und Schüchternheit seiner Natur, daß Albany'sGewissensbisse durch seine Furcht betäubt wurden-
„Und dies," sagte der König, »dies ist das Ende Deinersittlichen Sprüche und religiösen Maßregeln! — Aber der be-thörte Vater, der den Sohn in Deine Hände gab, der das un-schuldige Lamm dem Schlächter übergab, ist ein König! UndDu sollst es auf Deine Kosten erfahren. Soll der Mörder inGegenwart seines Bruders stehen — befleckt mit dem Bluteseines Brudersohns? Nein! — Wer ist draußen? — MacLouis! — Brandancn! Verrätherei! — Mord! — Zu denWaffen, wenn Ihr den Stuart liebt!"
Mac Louis stürzte mit Mehreren von der Leibwache in'sGemach.
„Mord und Verrath!" rief der arme König. „Brandancn,Euer edler Prinz —" hier unterbrachen Schmerz und Zornauf einen Augenblick die schreckliche Kunde, die er machenwollte. Endlich fand er die gehemmte Sprache wieder —„sogleich eine Axt und einen Block in den Hos! — Verhaftet"
— das Wort erstarb ihm, während er sprechen wollte.
„Wen verhaften, mein edler König?" — sagte Mac Louis,
der, bemerkend, daß der König von einer heftigen Leidenschaftergriffen war, wie fle der Sanftheit seines gewöhnlichen Beneh-mens fremd war, fast vermuthete, sein Hirn sei durch die un-gewöhnlichen Schrecken des gesehenen Kampfes verwirrt worden,
— „wen soll ich verhaften, mein König?" sagte er. „Hier istNiemand, außer Eurer Majestät königlicher Bruder vonAlbany."
„Ja wohl," sagte der König, dessen kurzer Anfall rachgie-rigen Zornes bald schwand. „Ja wohl, Niemand als Albany
— Niemand, außer meiner Eltern Kind — Niemand, alsmein Bruder. O Gott! mache mich fähig, die sündige Lei-