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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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dennoch, Robin, liebe ich Dich um so mehr, weil Dein freund-licher Charakter sich bisweilen selbst durch Deine überlegtePolitik zeigt."

Ich wollte zu Gott, mein königlicher Bruder," sagte Al-bany mit halberstickter Stimme,daß das blutige Feld, wel-ches wir sahen, das Schlimmste wäre, was wir heut' zu sehenoder zu hören hätten. Ich wollte mich wenig bekümmernwegen des wilden Volks, das dort wie Aas aufgehäuft liegt.Aber" er hielt inne-

Wie!" rief der König erschreckt.Welch' neues Un-glück? Rothsay? Es muß sein ist es Rothsay?Sprich es aus! Welch' neue Thorheit hat er begangen? Welches frische Unheil?"

Mylord mein König Thorheit und Unheil find nunvorbei mit meinem unglücklichen Neffen "

Er ist todt! er ist todt!" rief der angsterfüllte Vater.Albany, als Dein Bruder beschwör' ich Dich aber nein,ich bin Dein Bruder nicht mehr! Als Dein König, finstrer,verschlagener Mann, fordere ich Dich auf, das Aergste zu sagen!"

Albany stotterte:Die einzelnen Umstände sind mirnur unvollkommen bekannt gewiß aber ist, daß mein un-glücklicher Neffe letzte Nacht in seinem Zimmer von plötzlicherKrankheit getödtet gefunden ward wie ich hörte."

O, Rothsay! O, mein geliebter David! WollteGott, ich wäre für Dich gestorben mein Sohn meinSohn!"

So sprach, in den begeisterten Worten der Schrift, der hilf-lose und beraubte Vater, seinen grauen Bart und das weißeHaar zerraufend, während Albany, sprachlos und vom Gewis-sen getroffen, den Sturm seines Schmerzes nicht zu unter-brechen wagte. Aber der Schmerzenskampf des Königs ging

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