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Augenbrauen tropfen vor Feuchtigkeit, seine Lippen beben vorAngst — hi, hi, hi! — denn seine Tapferkeit bittet ihre ehe-maligen Diener um das Leben, und hat nicht Bercdtsamkcitgenug, um sie zu bereden, sie entschlüpfen zu lassen. Seht,wie die Fibern seines Gesichts arbeiten, indeß er die undank-baren Bestien anfleht, die er mit Wohlthaten überhäuft hat,ihm nur eine so kurze Lebcnsfrist zu geben, als die Jagdhundedem Hasen, wenn die Menschen ihm tüchtig nachsetzen. Sehtauch die finstern, niedergeschlagenen, hündischen Gesichter, womitdie schurkischen Knechte, zwischen Furcht und Schande schwan-kend, ihrem Herrn diese elende Frist versagen. Solche Wesenhielten sich für höher, als ein Mann wie ich! Und Ihr, thö-richtes Mädchen, denkt so gemein von Eurer Gottheit, daßIhr Elende wie sie für das Werk der Allmacht haltet!"
„Nein! böser Mensch, nein!" sagte Katharina mit Wärme;„der Gott, den ich verehre, schuf diese Menschen mit derFähigkeit, ihn zu erkennen und anzubeten, ihre Mitgeschöpfezu schützen und zu schirmen, Frömmigkeit und Tugend zuüben. Ihre eigenen Laster und die Versuchungen des Bösenhaben sie so gemacht, wie sie jetzt find. O, nimm diese Lehreauf in Dein Herz von Diamant! der Himmel machte Dichklüger als Deine Nebenmenschen, gab Dir Augen, um in dieGeheimnisse der Natur zu sehen, einen scharfen Verstand undeine geschickte Hand; aber Dein Stolz hat all' diese schönenGaben vergiftet und einen gottlosen Atheisten aus einem Mannegemacht, der ein christlicher Weiser hätte sein können!"
„Atheist, sagst Du?" antwortete Dwining; „vielleicht Hab'ich Zweifel in dieser Sache — aber sie werde» bald gelöst sein.Dort kommt Einer, der mich, wie zuvor Tausende, an denOrt geschickt hat, wo sich alle Geheimnisse aufklären werden."
Katharina folgte dem Auge des Arztes nach den Waldlich-