133
schichten belesen war, die Kühnheit hatte, mit der Enthaltsam-keit Scipio's zu vergleichen.
Die Mahlzeit wurde, trotz des Herzogs schwankender Ge-sundheit, übermüthiger Weise weit über die Grenzen derMäßigkeit hinausgezogen; und, geschah es nun blos wegender Stärke des Weines, den er trank, oder wegen seinerschwachen Constitution, oder auch, was am wahrscheinlichstenist, weil der letzte Wein, den er genoß, von Dwining eineBeimischung erhielt, kurz, der Prinz siel zuletzt in einen tiefenSchlaf, aus dem ihn zu wecken unmöglich schien. Sir JohnRamorny und Dwining trugen ihn in sein Gemach, ohnefremde Hilfe, außer von einer dritten Person, die wir späternennen werden.
Am nächsten Morgen ward verkündigt, der Prinz sei voneiner ansteckenden Krankheit ergriffen, und um zu verhüten,daß sich dieselbe unter die Dienerschaft verbreite, ward Nie-mandem gestattet, ihm aufzuwarten, außer seinem ehemaligenStallmeister, dem Arzt Dwining und dem bereits erwähntenDiener; Einer von ihnen schien stets in dem Zimmer zu blei-ben, während die Andern eine gewisse Vorsicht hinsichtlichihrer Gespräche mit den übrigen Hausgenossen beobachteten,und zwar so streng, daß sie den Glauben aufrecht hielten, erliege gefährlich an einer ansteckenden Krankheit darnieder.