„Er that cs allerdings, Mylord, und er wagt nicht, eszu leugnen."
„Es soll untersucht werden," antwortete der Herzog vonRothsay; „ich habe aufgehört, ihn zu lieben; aber er hatmeinetwillen viel gelitten, und ich muß sehen, daß seineDienste ehrenvoll belohnt werden "
„Seine Dienste! O, Mylord, wenn Chroniken wahrsprechen, so legten solche Dienste Troja in Trümmer und gabenSpanien den Ungläubigen in die Hände."
„Still, Mädchen; sprich mit Mäßigung, ich bitte Dich,"sagte der Prinz, aufstehend; „unser Gespräch endigt hier."
„Noch ein Wort, Mylord, Herzog von Rothsay," sagteKatharina mit Lebhaftigkeit, während ihr schönes Gesicht demeines warnenden Engels glich — „ich kann nicht sagen, wasmich antreibt, so kühn zu sprechen, aber das Feuer brennt inmir und will -erausbrechen. Verlaßt dies Schloß ohne eineStunde zu zögern! Die Luft ist ungesund für Euch. Entlaßtdiesen Ramorny, bevor der Tag zehn Minuten älter ist! seineGesellschaft ist höchst gefährlich."
..Welchen Grund habt Ihr, dies zu sagen?"
„Keinen besonderen," sagte Katharina, über ihren eigenenEifer betroffen, — „keinen vielleicht, außer meine Besorgnißfür Eure Sicherheit."
„Auf leere Besorgniß darf der Erbe von Bruce nicht ach-ten. Wie, heda! wer wartet draußen?"
Ramorny trat ein und verbeugte sich tief vor dem Herzogund dem Mädchen, die er wahrscheinlich zur Stelle einer Lieb-lingSsultanin bestimmt glaubte, und folglich zu höflicher Auf-wartung berechtigt.
„Ramorny," sagte der Prinz, „ist unter der Dienerschaftirgend eine anständige Frau, welche tauglich ist, dieser Jung-