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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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fallenden Regen, indeß der Prinz immer mit rastloser Eilevoranjagte. Die Sängerin, die auf seinen ausdrücklichen Befehlgleichfalls ein Pferd bekommen hatte, begleitete sie und hielt,glücklicherweise an strengeres Wetter gewöhnt, die Anstrengun-gen des nächtlichen Rittes so fest wie die Männer aus. Ra-morny war genöthigt, sich neben dem Prinzen zn halten, daer nicht wenig in Angst war, dieser möchte in seiner mürri-schen Laune ganz von ihnen wegreiten, in das Schloß irgendeines ergebenen Barons fliehen und so der Schlinge entgehen,die sie ihm gelegt hatten. Er litt daher unaussprechlich wäh-rend des Rittes, sowohl körperlich, wie im Innern.

Endlich nahm der Wald von Falkland sie auf und einStrahl des Mondes zeigte das düstere und hohe Schloß, einEigenthum der Krone, obwohl auf eine Zeitlang dem Herzogvon Albany geschenkt. Auf ein Zeichen senkte sich die Zug-brücke. Fackeln strahlten im Hofe, Diener waren bereit, undder Prinz, dem man vom Pferde half, wurde in ein Gemachgeführt, wo Ramorny und Dwining ihn bedienten und baten,den Rath des Arztes anzunehmen. Der Herzog von Rothsaywies den Vorschlag zurück, befahl stolz, sein Bett zu bereiten,und nachdem er eine Zeitlang in seinen nassen Kleidern frierendbei einem großen Feuer gestanden, zog er sich in sein Gemachzurück, ohne von irgend Jemand Abschied zu nehmen.

»Ihr seht nun die eigensinnige Laune des kindischen Bur-schen," sagte Ramorny zu Dwining;könnt Ihr Euch wun-dern, wenn ein Diener, der so viel für ihn gethan hat, wieich, eines solchen Herren müde wird?"

Nein, wahrhaftig," sagte Dwining,dies und die ver-sprochene Grafschaft von Lindores würde Jedermanns Treueerschüttern. Aber werden wir diesen Abend mit ihm beginnen?Er hat, wenn Wange und Auge wahr reden, den Grund des