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Selbst Eure geringsten Wünsche scheinen dem Schicksal Gesetzzu sein; denn Ihr wünscht Musik, während sie am fernstenscheint, und Laute und Gesang sind Euch zur Hand. DieseDinge, so gesendet, sollte man genießen, sonst gleichen wirnur eigensinnigen Kindern, die das Spielzeug von sich wer-fen, nach welchem sie sich krank geweint haben."
„Um Vergnügen zu genießen, Namorny," sagte der Prinz,„muß man Schmerz empfunden haben, wie man fasten muß,um guten Appetit zu gewinnen. Wir, die wir Alles nachWunsch haben können, genießen das wenig, was wir besitzen. 'Siehst Du jene dichte Wolke, die im Begriff ist, sich in Re-gen aufzulöscn? Sie scheint mir zu ersticken — das Wassersieht dunkel und trübe — das Ufer scheint seine Schönheitverloren zu haben —"
„Mplord, verzeiht Eurem Diener," sagte Ramorny. „Ihrgebt einer mächtigen Einbildungskraft nach, so wie ein unge-schickter Reiter einen feurigen Hengst sich bäumen läßt, bis erzurückfällt und den Herrn erdrückt. Ich bitt' Euch, schütteltdiese Schlaffheit von Euch. Soll die Sängerin ein wenigmusiciren?"
„Sie mag's thun — aber es muß melancholisch sein; allesLustige würde in diesem Augenblicke mein Ohr beleidigen."
Das Mädchen sang ein trauriges normännisches Lied; dieWorte, von denen Folgendes eine Nachahmung ist, wurdenin einer ebenso schwermüthigen Weise gesungen.
Ja. seufze seht, —
Noch ein Mal magst Du ringsum schau'n
Auf Himmel, Land, auf Strom und Au'n;
Dein Leben schließt und Todesgrau'n
Naht Dir zuletzt.