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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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nachar, ohne ihn der Lüge zu zeihen Ihr seid kein Feiger ich habe Funken hohen Muthes bei Euch sprühen sehen,selbst bei geringfügigem Anlaß."

»Hobe Funken von Stolz und Leidenschaft!" sagte derunglückliche Jüngling;aber wann saht Ihr sie unterstützt durchdie Entschlossenheit, die sie halten sollte? Die Funken, vondenen Ihr sprecht, sielen auf mein feiges Herz, wie auf einStück EiS, welches kein Fener fangen kann wenn mich be-leidigter Stolz zum Streite trieb, so bestimmte mich meineGeistesschwäche im nächsten Augenblicke zur Flucht "

Mangel an Gewohnheit," sagte Simon;durch dasUeberklettern von Mauern lernen junge Leute Abhänge erstei-gen. Beginnt mit geringen Fehden übt täglich die WaffenEurer Heimath im Turnier mit Euren Leuten."

Und welche Muße -ab' ich dazu?" rief der junge Häupt-ling, emporfahrend, als wäre seiner Einbildungskraft etwasSchreckliches begegnet.Wie viel Tage liegen zwischen dieserStunde und Palmsonntag, und was soll da geschehen? Ein-geschloffene Schranken, von denen sich Niemand entfernen kann,schlimmer daran als der arme Bär, der an seine Stange ge-fesselt ist. Sechzig Männer, die besten und muthigsten (einenausgenommen!), welche Albpn von seinen Bergen herniedcr-sendcn kann, alle dürsten nach der Andern Blut, während einKönig und Tausende umher, wie bei einem Schauspiel, mitJubel zusehen, um ihre teuflische Wuth aufzuregen. Hiebefallen dicht und Blut strömt dicker, schneller, röther, siestürzen auf einander wie Wahnsinnige sie zerreißen ein-ander wie wilde Bestien. Die Verwundeten werden unterden Füßen ihrer Gefährten zu Tode getreten! Blut strömt,die Arme werden schwach aber da gilt kein Vertrag, keinWaffenstillstand, keine Unterbrechung, während die verstüm-