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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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Eine dunkle Wolke zog über dos Gesicht des jungen Häupt-lings, das kurz zuvor noch so feurig war.

Lebe wohl," sagte er,einzige Hoffnung, die mir zu Ruhmoder Sieg geleuchtet haben könnte!" Er blieb eine Zeitlangstill, tief nachdenkend, mit niedergeschlagenen Augen, gesenkterStirn und verschlungenen Armen. Endlich erhob er seine Händeund sagte:Vater denn ein solcher seid Ihr mir gewesen,

ich bin im Begriff, Euch ei» Gcheimniß mitzutheilen. Ver-nunft und Stolz rathen beide mir Schweigen an, aber dasSchicksal zwingt mich und ihm muß ich gehorchen. Ich binim Begriff, Euch in das tiefste und theuerste Geheimniß cin-zuweihen, welches ein Mann dem Manne anvertrauen kann.Aber hütet Euch ende dieses Gespräch auch wie es wolle

hütet Euch, je eine Silbe von dem zu verrathen, was ichEuch nun anvertrauen will; denn wißt, thätet Ihr dies auchim entferntesten Winkel Schottlands, so Hab' ich Ohren, esselbst dort zu hören, und eine Hand und einen Dolch, umdes Verräthers Busen zu erreichen. Ich bin aber dasWort will nicht heraus."

So sprecht es nicht," sagte der vorsichtige Handschuhma-cher;ein Geheimniß ist nicht mehr sicher, sobald es über dieLippen des Eigenthümcrs gegangen ist; und ich wünsche nichtein so gefährliches Vertrauen, womit Ihr mich bedroht."

Ja, aber ich muß sprechen und Ihr müßt hören," sagteder Jüngling.Seid Ihr, Vater, in diesem Zeitalter desKampfes selbst ein Streiter gewesen?"

Ein einzig Mal," erwiderte Simon,als die Südländerdie gute Stadt angriffen- Ich ward aufgerufen, meinen Theilan der Vertheidigung zu nehmen, wie meine Bürgerpflichtgebot, gleich der anderer Zunftgcnossen, die verpflichtet sind,Wache zu halten."

Mädch. v. Plrth. III. ,

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