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Gäste ihr Getränk und die Fleischbrühe, die man für etwasLeckcrhaftes hielt, tranken. Es waren auch verschiedeneMilchspeisen da, die man hochschätzte und aus ähnlichen Ge-fäßen genoß. Brod war der seltenste Artikel bei der Mahl-zeit; aber der Handschuhmacher und sein Wirth wurden miteinigen dünnen Stückchen, die besonders zu ihrem Gebrauchgereicht wurden, versehen. Beim Essen, wie es durch ganzBritannien der Fall war, gebrauchten die Gäste ihre Messer,genannt Skenes, oder die großen Dolche, welche Dirks hießen,ohne sich durch den Gedanken stören zu lassen, daß sie viel-leicht ganz andern oder verderblichen Zwecken dienen könnten.
Am obern Ende der Tafel stand ein leerer Sessel, ein oderzwei Stufen über dem Boden erhaben- Er war mit einemBaldachin von Hollunder- und Epheuzweigcn überdeckt, unddabei lehnte ein Schwert in der Scheide und ein zusammen-gefaltetcs Banner- Dies war der Sitz des verstorbenen Häupt-lings gewesen, der ihm zu Ehren leer blieb. Eachin nahmeinen niedrigern Stuhl zur Rechten des Ehrenplatzes ein.
Der Leser würde sich sehr irren, wenn er aus dieser Schil-derung die Vermuthung hcrleiten wollte, als hätten sich dieGäste wie eine Heerde hungriger Wölfe betragen, die auf einihnen seltenes Mahl losstürzten. Im Gegcntheil, der ClanQuhcle betrug sich mit der Art höflicher Zurückhaltung undAufmerksamkeit für die Bedürfnisse Anderer, welche oft beiUrvölkern, besonders solchen, die stets unter Waffen sind, ge-funden wird, weil eine allgemeine Beobachtung der Regeln derHöflichkeit nothwendig ist, um Streit, Blutvergießen und Mordzu verhüten. Die Gäste nahmen die Plätze ein, die von Tor-quil von der Eiche, der als Marschall Ta eh, d. h. Tafelmeister,auftrat, durch die Berührung mit einem weißen Stabe, ohneein Wort zu sprechen, ihnen angewiesen wurden. Als so die