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kannte, so wär' es die Frage, ob das schöne Mädchen vonPerth so vielen Eifer auf seine Bekehrung verwendet hätte;und wäre Katharina so alt, runzelig und von Jahren gebeugtgewesen, wie das alte Weib, das mir die Thür diesen Mor-gen öffnete, so möcht' ich meine goldenen Sporen gegen einPaar hochländischer Holzschuhe wetten, daß der wilde Rehbocknie mehr ihren Lectionen gelauscht haben würde- — Ihr lacht,Glover, und Katharina erröthet vor Unwillen. Laßt das sein,es ist der Lauf der Welt."
„Die Art, Mylord, auf welche die Weltmenschen ihreNachbarn beurtheilen," sagte Katharina etwas geärgert.
„Ach, schöne Heilige, vergebt einen Scherz," sagte derRitter; „und Du. Simon, sag' uns, wie die Geschichte endete— mit Conachars Flucht nach den Hochlanden, vermuthlich?"
„Mit seiner Rückkehr dahin," sagte der Handschuhmacher.„Es war vor einigen Jahren ein Kerl in Perth, eine ArtBote, der kam und ging unter mancherlei Vorwand, war aberin der That das Mittel der Mittheilung zwischen GilchristMac Jan und seinem Sohne, dem jungen Conachar, oder,wie er nun heißt, Hektor. Von diesem Burschen erfuhr ichim Allgemeinen, daß die Verbannung des Dault an NeighDheil, oder des Pflegesohnes des weißen Rehes, vom Stammewieder in Erwägung gezogen sei. Sein Pflegevater, Torquilvon der Eiche, der alte Jäger, erschien mit acht Söhnen, denschönsten Männern des Clans, und forderte die Aufhebung desVerbannungsurtheils. Er sprach mit um so größerem Ansehen,da er selbst ein Taitschatar oder Seher war und im Rufestand, mit der unsichtbaren Welt Verkehr zu haben. Er ver-sicherte eine Zauberformel vollbracht zu haben, genannt Tin-Egan, durch welche er einen Teufel beschwor, von dem erein Geständniß erpreßte, daß Conachar, nun Eachin oder Hektor
Mädch. v. Perth. III. 3