Druckschrift 
15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
Entstehung
Seite
18
Einzelbild herunterladen
 

18

Und die Gesalbten der Kirche lästerte, beide, OrdenS-wie Weltgeistliche," fuhr Katharina fort.

Ei, die Wahrheit will ich nie leugnen," sagte der Hand-schuhmacher;ein müßiges Wort kann ich auf der Bierbankgesprochen haben, oder bei einem Schoppen Wein, oder insicherer Gesellschaft; aber sonst ist meine Zunge nicht von derArt, um meinen Kopf in Gefahr zu stürzen."

So glaubt Ihr, mein theuerster Vater; aber Eure ge-ringste Rede ist erspäht worden, Eure bestgemeinten Wortehat man verdreht und Ihr seid im Verruf als grober Spöt-ter gegen Kirche und Geistliche, der gegen dieselben Gesprächemit lockern und liederlichen Leuten gehalten, wie z. B. derverstorbene Oliver Proudfute war, der Schmied Harry vomWynd und Andere; ein Mann, der die Lehren ves Pater Cle-mens empfiehlt, den sie auf sieben Hauptketzereien anklagenund mit Stab und Speer suchen, um ihn zum Tode zu brin-gen. Aber dies," sagte Katharina knieend und aufwärts-blickend mit der Miene einer jener schönen Heiligen, welchedie Katholiken durch die schönen Künste darstellten,dieswerden sie nimmer thun. Er ist aus dem Netze des Jägersentkommen; und, ich danke dem Himmel, es geschah durchmeine Hilfe "

Durch Deine Hilfe, Mädchen bist Du wahnsinnig?"sagte der erstaunte Handschuhmacher.

Ich will nicht leugnen, worauf ich stolz bin," antworteteKatharina;es geschah durch mich, daß Conachar veranlaßtward, mit einer Anzahl Leute hierher zu kommen und denalten Mann, der nun weit jenseit der hochländischen Grenzeist, wegzuführen."

O, mein vorschnelles mein unglückliches Kind!" sagteder Handschuhmacher;wagtest Du, die Flucht eines der