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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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und der Schwelgerei der Geistlichen selbst überging, und vonihrem Durst nach Gewalt, ihrer angemaßten Macht über dasGewissen der Menschen und ihrem Verlangen nach Vermeh-rung des weltlichen Reichthums sprach."

Um Gottes willen, Katharina," sagte ihr Vater,sprichheimlich; Deine Stimme erhebt sich und Du redest bitter;Deine Augen leuchten. Diesem Eifer für das, was Dichnicht mehr als Andere angeht, verdankst Du es, daß böswil-lige Personen Dir den gehässigen und gefährlichen Nameneiner Ketzerin geben."

Ihr wißt, ich sage weiter nichts, als die Wahrheit," sagteKatharina,und was Ihr selbst oft zugestanden habt."

Bei Nadel und Bockfell! nein," antwortete der Hand-schuhmacher hastig;willst Du, daß ich zugestehe, was michLeib und Leben, Hab und Gut kosten kann? denn es ist Voll-macht ertheilt worden, Ketzer einzuziehen und zu untersuchen,denen man alle neuerlichen Tumulte und Zwistigkeiten zurLast legt; daher sind wenig Worte die besten, Mädchen. Ichstimme stets dem alten Dichter bei:

Das Wort ist Knecht, frei find Gedanken,

D'rum rath' ich, halt' die Znng' in Schranken."

Der Rath kommt zu spät, Vater," antwortete Katharina,auf einen Stuhl neben des Vaters Bett niedersinkend.DieWorte sind gesprochen und gehört worden; und es wird ge-klagt gegen Simon Glover, Bürger in Perth, daß er unehr-erbietige Reden über die Lehren der heiligen Kirche ge-führt

So wahr ich von Messer und Nadel lebe," siel Simonein,es ist eine Lüge! Ich war nie so thöricht, zu sprechenvon dem, was ich nicht verstand."

Mädch. v. Perih. III.

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