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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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Ich verstehe Euch, Mac Louis; aber trotzdem geh' undgehorche meinem Befehl."

Der Offizier ging also und kehrte mit der Nachricht zurück,der König sei unwohl und im Begriff, fich in sein Privat-zimmer zurückzuzichen; aber der Herzog von Albany werdedem Prinzen von Schottland sogleich aufwarten.

Es verging indcß eine volle halbe Stunde, ehe der Herzogvon Albany erschien, ein Zeitraum, den Rothsay theils inmißmuthigem Schweigen, theils in müßigem Geschwätz mit MacLouis und den Brandanen hinbrachte, je nachdem der Leichtsinnoder die Reizbarkeit seines Gemüthes die Oberhand behielt.

Endlich kam der Herzog und mit ihm der Lord Großcon-netable, dessen Gesicht großen Kummer und Verlegenheit aus-drückte.

Lieber Neffe," sagte der Herzog von Albany,es schmerztmich, zu sagen, daß meines königlichen Bruders Meinung ist,cs werde zur Ehre der königlichen Familie das Beste sein, daßEure königliche Hoheit fich eine Zeitlang zu der Abgeschieden-heit der Wohnung des Großconnetables entschlösse, und denedlen Grafen hier als Euern hauptsächlichsten, wo nicht ein-zigen Gesellschafter annähme, bis die ärgerlichsten Gerüchte,die heute verbreitet wurden, widerlegt oder vergessen find."

Wie ist das, Mylord von Errol?" sagte der Prinz er-staunt.Soll mir Euer Haus ein Gefängniß und Eure Herr-lichkeit mein Kerkermeister sein?"

»Die Heiligen verhüten das, Mylord," sagte der Grafvon Errol;aber es ist meine unglückliche Pflicht, den Befeh-len Eures Vaters zu gehorchen, indem ich Eure königliche Hoheiteine Zeitlang als unter meiner Obhut stehend betrachte."

Der Prinz der Erbe,von Schottland unter der Obhutdes Großconnctable's! Was für ein Grund ist dazu vor-