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Aber des Mörders Hirn war so verstört durch das Schau-spiel vor ihm, daß die Richter, sein Benehmen betrachtend,schwankten, ob man ihn vor den Sarg schleppen lassen oderdas Urtheil der Schuld verkündigen solle; und erst, als manihn das letzte Mal fragte, ob er sich dem GotteSurtheil unter-ziehen wollte, antwortete er mit seiner gewöhnlichen Kürze:
„Ich will nicht; — was weiß ich, welche Gauklerpossenman braucht, um eines armen Mannes Leben zu nehmen? —ich erbiete Dich zum Zweikampf mit Jedem, der sagt, daßich jenen Leichnam verletzte."
Und gemäß der üblichen Form warf er seinen Handschuhauf den Boden der Kirche.
Harry Schmied trat vor, begleitet vom Beifallgemurmelseiner Mitbürger, welches selbst die ehrwürdige Stätte nichtvöllig unterdrücken konnte; und des Schurken Handschuh auf-hebcnd, den er in seine Mütze legte, warf er dagegen denseinigen nach üblicher Form als Unterpfand des Kampfes hin.Aber Bonthron hob ihn nicht auf.
„Er ist mir nicht gleich," brummte der Wilde, „kann auchmeinen Handschuh nicht aufheben. Ich diene dem Prinzenvon Schottland im Gefolge seines Stallmeisters. Der Kerlist ein elender Handwerker."
Hier unterbrach ihn der Prinz. „Du dienst mir, Schuft!ich entlasse Dich auf der Stelle meines Dienstes. — Nimmihn unter Deine Hand, Schmied, und schlag' ihn, wie Du jeeinen Ambos schlugst. — Der Schurke ist sowohl schuldig alsfeig. Es macht mir übel, ihn nur anzusehen; und wennmein königlicher Vater mich hören will, so läßt er den Par-teien zwei hübsche, schottische Aerte geben, und wir wollensehen, wer von ihnen der Bessere ist, eh' der Tag noch einehalbe Stunde älter wird."