Dem stimmte rasch der Graf von Crawford und Sir Pa-trick Charteris bei, die Pathen beider Parteien, welche, da dieKämpfer Männer niedern Standes waren, übereinkamen, daßsie in Stahlhauben, Büffelwämsern und mit Aerten fechtensollten; und das so bald, als ste sich zum Kampfe bereitenkönnte».
Die Schranken wurden in den Kürschnerhöfen, einem be-nachbarten Grundstücke, errichtet, welches die Innung besaß,von der es den Namen hatte, und die schnell einen Raum,dreißig Fuß lang und fünfundzwanzig breit, für die Kämpfereinrichtcte. Dorthin drängten sich Edle, Priester und Volk,— Alle, außer dem alten König, der, solche Blutscenen verab-scheuend, sich in seinen Palast zurückzog und dem Lord Groß-eonnetable von Errol, zu dessen Amt es eigentlich gehörte,die Aufsicht über den Kampfplatz übergab. Der Herzog vonAlbany beobachtete den ganzen Vorgang mit scharfem undlistigem Auge. Sein Neffe betrachtete die Sache mit derGleichgiltigkeit, die seinem Charakter eigen war-
Als die Kämpfer in den Schranken erschienen, konnte nichtsüberraschender sein, als der Contrast zwischen dem männlichen,fröhlichen Gesichte des Schmieds, dessen leuchtendes, Helles Augeschon von dem Siege zu strahlen schien, den er erwartete, undder düster», niedergeschlagenen Miene des thierischen Bonthron,der einem Nachtvogel glich, welcher aus dem Schutze seinesfinstern Schlupfwinkels an das Sonnenlicht gesagt wird. Siebeschworen Beide die Wahrheit ihrer Sache, Harry Gow mitheiterem, männlichem Vertrauen, Bonthron mit hündischerFrechheit, was den Herzog von Rothsay nöthigte, dem Groß-connetable zu sagen: „Hast Du je, mein lieber Errol, einesolche Mischung von Bosheit, Grausamkeit und, wie mich dünkt,auch Furcht gesehen, als in dieses Kerls Gesicht?"