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Am obern Ende des Sarges stand der Ritter von KinfaunS,der Ausforderer, und am untern Ende der junge Graf vonCrawford, der den Vertheidigcr vorstellte. Das Zeugniß desHerzogs von Rothsay zur Reinigung, wie man cs nannte, desSir John Ramorny hatte diesen von der Nothwendigkeit be-freit, sich selber dem Gottesgerichte zu unterwerfen, und seineKrankheit diente ihm als Grund, zu Hause zu bleiben. SeineDienerschaft, mit Einschluß derjenigen, die zwar unmittelbarSir John bedienten, doch unter die Leute des Prinzen gehör-ten, aber ihre Entlassung noch nicht erhalten hatten, beliefsich auf acht bis zehn Personen, die man meist für verworfeneMenschen hielt, und die daher wohl fähig geachtet werdenkonnten, im Rausche des festlichen Abends den Strumpfwirkerermordet zu haben. Sie waren in einer Reihe an der linkenSeite der Kirche ausgestellt und trugen weiße, dem Büßerkleideähnliche Gewänder. Aller Augen waren auf sie gerichtet, undmehrere von der Bande waren so außer Fassung, daß unterden Zuschauern ein lebhaftes Vorurtheil von ihrer Schuld ent-stand. Der Mörder selbst aber hatte ein Gesicht, das ihn nichtvcrrathen konnte — einen düstern, dunkeln Blick, den wederFestmahl noch Wcinbechcr beleben und den die Gefahr derEntdeckung und des Todes nicht Niederschlagen konnte.
Wir haben bereits die Lage des Leichnams erwähnt. DasGesicht war unbedeckt, und ebenso Brust und Arme. DerRest des Körpers war in das feinste Linnen gehüllt, so daß,wenn Blut von irgend einem Theile floß, der bedeckt war, essogleich offenbar werden mußte.
Nachdem das Hochamt gehalten, dem eine feierliche An-rufung der Gottheit folgte, daß es ihr gefallen möge, denUnschuldigen zu schützen und den Schuldigen bekannt zu machen,wurde Eviot, Sir John Ramorny'S Page aufgerufen, sich dem