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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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kurzer Frist verschwand jedes gefahrdrohende Symptom undDwining, nachdem er die Ader verbunden, legte das Kindwieder in die Arme der halb besinnungslosen Mutter.

Des armen Weibes Schmerz um ihres Gatten Verlust,den die äußerste Gefahr des Kindes zuruckgedrängt hatte,kehrte auf's Neue mit der Kraft eines geschwellten Waldstromszurück, welcher den Damm durchbrochen hat, der seine Welleneine Zeitlang aufhielt.

O, gelehrter Herr," sagte sic,Ihr seht ein armes Weibnur noch vor Euch, die Ihr einst reicher kanntet aber dieHände, die meinen Armen dies Kind wicdergebcn, dürfen nichtleer aus meinem Hause gehen. Großmüthiger, freundlicherMeister Dwining, nehmt den Rosenkranz meines seligen Gat-ten an er ist aus Ebenholz und Silber er liebte solcheSachen so hübsch zu haben, wie ein Edelmann und ähn-licher war er auch immer einem Edelmann, als seines Glei-chen, und nun ist cs ihm so gegangen."

Mit diesen Worten drückte sie in stummem Schmerze denRosenkranz ihres abgeschiedenen Gatten an Brust und Lippenund fuhr fort, ihn Dwinings Händen aufzudringen.

Nehmt ihn," sagte sie,um der Liebe dessen willen, derEuch so lieb hatte. Ach, er pflegte immer zu sagen: wennje ein Mensch vom Rande des Grabes zurückgebracht werdenkönnte, so müßte es mit Meister DwiningS Beistände geschehen. Und sein eigenes Kind ist diesen gepriesenen Tag zurück-gebracht und er liegt dort starr und steif, und unterscheidetnicht mehr Gesundheit und Krankheit! Ach, wie wehe ist mir!wehe! Aber nehmt den Rosenkranz und denkt an seine armeSeele, so oft er durch Eure Finger geht; er wird um soeher aus dem Fegfeuer erlöst werden, wenn gute Leute fürsein Heil beten."