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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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sehen, seinen Schritt absichtlich verzögerte, verwirrt durch das,was er von der Unterhaltung vernommen.

Ach, es ist nur der würdige Meister Henbane Dwining,"sagte eine der Sybillen.

Nur Meister Dwining?" erwiderte jene, die zuerst ge-sprochen, in beistimmendem Tone;unser bester Helfer in derNoth? dann ist es sicherlich nur Balsam gewesen."

Nun," sagte die andere,es kann trotzdem Blut gewesensein denn der Arzt wurde, seht Ihr, als man den Körperfand, vom Magistrat beauftragt, die Wunde mit seinen In-strumenten zu untersuchen, und wie kann der arme todteKörper wissen, daß das in guter Absicht geschah?"

Ja freilich, Gevatterin; und da der arme Gevatter Oliveroft Freunde für Feinde ansah, als er noch lebte, so kann mannicht denken, daß sein Urtheil nun schärfer geworden."

Dwining hörte nichts mehr, da er genöthigt ward, hinaufin eine Art Dachstube zu steigen, wo Magdalena auf ihremverwittweten Bett saß, ihr Kind an die Brust drückend, wel-ches, bereits schwarz im Gesicht und den schnappenden kräch-zenden Ton ausstoßend, der die Krankheit charakterisirt, aufdem Punkte schien, sein kurzes Dasein zu schließen. Ei» Do-minikaner saß neben dem Bett, das andere Kind in seinenArmen haltend, während er von Zeit zu Zeit ein Wort geist-lichen Trostes zu sprechen schien oder eine Bemerkung über dieKrankheit des Kindes machte-

Der Arzt warf auf den guten Pater nur einen Blick vollder unaussprechlichen Verachtung, welche wissenschaftliche Men-schen gegen Unkundige hegen. Sein eigener Beistand war plötz-lich und wirksam; er nahm das Kind der verzweifelnden Mut-ter weg, entblößte ihm den Hals und öffnete eine Ader, die,da sie frei blutete, den kleinen Kranken sofort erleichterte. In