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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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Praktiken, deren Erfolge wir später sehen werden. Sie wa-ren, obwohl verschiedenen Standes und Charakters, doch sogeeignet zu Anlegung und Ausführung verbrecherischer Plane,als das Windspiel zum Zerreißen des ThiereS, das der Spür-hund aufjagt, oder dieser zum Aufsuchen der Beute, die derscharfsehende Windhund mit dem Auge entdeckt. Stolz undSelbstsucht waren Beiden eigen; aber wegen Verschiedenheitdes Standes, der Erziehung und der Anlagen hatten sie dasverschiedenste Ansehen in den beiden Individuen angenommen.

Nichts konnte dem hochfahrenden Ehrgeize des begünstig-ten Höflings, des glücklichen Liebhabers und kühnen Kriegersweniger ähnlich sein, als der unterwürfige, anspruchslose Me-diciner, der, selbst wenn er beleidigte, zu schmeicheln und zuunterhalten schien, während er im Innern der Seele sich über-legener Einficht bewußt war, einer Macht der Wissenschaftwie des Verstandes, der die rohen Edeln seiner Zeit tief un-ter ihn stellte. Henbane Dwining kannte diese höhere Stel-lung so gut, daß er oft wie Einer, der wilde Thiere hält, zuseinem Vergnügen den stürmischen Zorn eines Mannes, wieRamorny, zu erregen wagte, wohl wissend, daß er mit seinerUnterwürfigkeit dem Sturm entgehen würde, den er erregthatte, wie ein indianischer Knabe seinen leichten Kahn, denseine Zerbrechlichkeit selbst schützt, in die wilde Brandungtreibt, worin das Boot eines Kauffahrers sicher scheiternwürde.' Daß der Lehensbaron den niedern Arzneikünstler ver-achtete, war natürlich, aber Ramorny fühlte trotzdem den Ein-fluß, den Dwining auf ihn hatte, und wurde im Kampfe desVerstandes oft von ihm besiegt, wie die wildesten Sprüngeeines feurigen Rosses von einem zwölfjährigen Knaben, derReiten gelernt hat, überwunden werden. Die VerachtungDwinings gegen Ramorny aber war weit weniger einge-