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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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schränkt. Er betrachtete den Ritter im Vergleich mit sich alsEinen, der sich kaum über das Thier erhob, der zwar imStande sei zu verderben, wie der Stier mit den Hörnern,der Wolf mit den Zähnen, aber von gemeinen Vorurtheilenunterjocht, ei» Sklave des Pfaffenthums sei, ein Ausdruck,in welchen Dwining alles Religiöse mit einschloß. Im Gan-zen glaubte er, Ramorny sei von der Natur zu seinem Knechtebestimmt, um nach dem Golde zu graben, das er anbeteteund dessen habsüchtige Verehrung sein größter Fehler, abernicht sein schlimmstes Laster war. Er vertheidigte diese schmäh-liche Neigung vor sich selber dadurch, daß er sich überredete,sie habe ihren Ursprung in der Liebe zur Macht.

Henbane Dwining." sagte er, während er entzückt auf dieSchätze sah, die er im Stillen gehäuft hatte, und die er vonZeit zu Zeit besuchte, «ist kein dummer Geizhals, der dieseStücke wegen ihres goldigen Glanzes liebt; es ist die Macht,mit der sie ihren Besitzer begaben, die ihn zu ihrem Anbeterwirbt. Was gibt's, das Dir durch sie nicht zu Gebote steht?Liebst Du Schönheit und bist gemein, häßlich, schwach undalt hier ist eine Lockspeise, der die schönsten Falken zuflie-gen werden. Bist du schwächlich, kraftlos, der Unterdrückungdes Mächtigen unterworfen? hier ist das, was jene bewaff-net, die mächtiger sind, als Dein kleiner Tyrann. Bist Duglänzend in Wünschen und verlangst Pracht und äußerenSchein des Reichthums? Diese dunkle Kiste enthält mancheweite Strecke von Thal und Hügel, manch' schönen Wald vollWild und Tausende von Vasallen. Wünschest Du Hofgunst,geistliche oder weltliche? Das Lächeln der Könige, die Ver-zeihung der Päpste und Priester für alle Verbrechen, und dieErlaubniß, welche arme, von Priestern bcthörte Seelen auf-muntert, neue zu wagen, all' diese heiligen Antriebe zum