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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
Entstehung
Seite
177
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Zweiundzwanzigstes Kapitel.

Groß war er in Quacksalbereien;

Biel' mordet' er durch Arzeneien.

D u » b a r-

Als nach einer Mahlzeit, deren Verlängerung für denverwundeten Ritter eine Folter war, der Graf von Crawfordendlich zu Pferde stieg, um stch nach seiner fernen Wohnungim Schlosse Dupplin zu begeben, wo er sich als Gast aufhielt,zog sich der Ritter vonRamorny in sein Schlafgemach zurück,gepeinigt von Körpcrschmerz und Seelenangst. Hier fand erHenbane Dwining, von dem er in Betreff des Trostes fürbeiderlei Schmerz sein hartes Geschick abhängig machte. DerArzt hoffte in seiner erheuchelten tiefsten Demuth seinen ge-reizten Kranken fröhlich und glücklich zu sehen.

Fröhlich wie ein toller Hund!" sagte Ramornp,undglücklich wie der Elende, den die Bestie gebissen hat und derdie Nähe der rasenden Tollheit zu fühlen beginnt. Der roheKnabe Crawford sah meinen Schmerz und ersparte mir keineneinzigen Trunk. Wahrlich, ich müsse ihm Gerechtigkeitwiderfahren lassen! Wenn ich ihm und der Welt Gerechtigkeithätte widerfahren lassen, so hätt' ich ihn aus dem Fenstergeworfen, und eine Laufbabn gekürzt, die, wenn er fortfährt,wie er begonnen hat, ein Quell des Elends für ganz Schott-land, besonders aber für die Taygegend sein wird. NimmDich in Acht, wenn Du die Bänder abnimmst, Chirurg; dieBerührung des Flügels einer Fliege auf dem rohen, glühen-den Stumpf wäre wie ein Dolchstich für mich."

Mädch. v. Pcrth. II.

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