sagte Albanp. „Ich sprach nicht von dem Prinzen in so un-geziemenden Ausdrücken; denn ich nehme den Himmel zumZeugen, daß er mir als der Sohn eines geliebten Bruderstheurer ist, als war' er mein eigner Sohn. Aber ich sprachmit Rücksicht auf seine Lostrennung von den Thorheiten undEitelkeiten des Lebens, welche nach dem Ausspruche frommerMänner abgestorbenen Gliedern ähnlich sind, und gleich ihnenabgeschnitten und von uns geworfen werden sollten, als Ge-genstände, die unfern Fortschritt zum Bessern hemmen-"
„Ich verstehe — Du willst, daß dieser Ramornp, den manfür das Werkzeug der Thorheiten meines Sohnes hielt, vomHofe verbannt werde," sagte der getröstete Monarch, „bis dieseunseligen Aergerniffe vergessen und unsere Unterthanen ge-neigt sind, unfern Sohn mit anderen und vertrauensvollerenAugen zu betrachten "
„Das wäre guter Rath, mein König; aber der meine gingein wenig — ein klein wenig — weiter. Ich würde den Prin-zen selbst für eine kurze Zeit vom Hofe entfernen."
„Wie, Albanp! mich von meinem Kinde trennen, meinenErstgebornen, dem Lichte meiner Augen, und — so leichtsinniger ist — dem Liebling meines Herzens! — O! Nobin! ich kannnicht, und ich will nicht."
„Ei, ich gab nur den Rath, Mplord. — Ich fühle, welcheWunde ein solches Verfahren dem Herzen eines Vaters schla-gen muß, denn bin ich nicht selbst Vater?" Und er senkteseinen Kopf, wie in hoffnungsloser Verzweiflung-
„Ich könnt' cs nicht überleben, Albanp. Wenn ich bedenke,daß selbst unser eigner Einfluß auf ihn (der zwar bisweilenin unserer Abwesenheit vergessen, doch immer wirksam, wenner bei uns ist) durch Eueren Plan gänzlich wegfiele, in welcheGefahren könnt' er sich nicht stürzen? Ich könnte während