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seiner Abwesenheit nicht schlafen — ich würde sein Todcsseufzenin jedem Lüftchen hören; und Ihr, Albany, obwohl Ihr eseher verbergt, würdet doch fast ebenso besorgt sein."
So sprach der gefällige Monarch, der gern seinen Bruderversöhnen und sich täuschen wollte, indem er es für gewiß an-nahm, daß eine Zuneigung, von der keine Spur vorhandenwar, zwischen Oheim und Neffen bestände.
,,Eure väterlichen Besorgnisse werden zu leicht erregt, My-lord," sagte Albany- „Ich schlage nicht vor, des Prinzen Be-wegungen seinem eigenen zügellosen Belieben zu überlassen.Ich meine, der Prinz müßte für eine kurze Zeit unter einenpaffenden Zwang gestellt werden. — Man sollte ihm einenehrwürdigen Rath zur Aufsicht geben, der für sein Benehmenund seine Sicherheit verantwortlich wäre, wie ein Hofmeisterfür den Zögling."
„Wie! ein Hofmeister! und in Rothsay's Alter?" rief derKönig; „er ist zwei Jahre über die Grenze, bis zu welcherunsre Gesetze die Unmündigkeit erstrecken."
„Die weisern Römer," sagte Albany, „erstreckten sie vierJahre über die Zeit, welche wir dafür annehmen; und umdeutlich zu reden, das Recht der Beaufsichtigung sollte dauern,bis sie nicht mehr nöthig wäre; und sonach müßte die Zeit jenach dem Charakter verschieden sein. Da ist der junge Lindsay,Graf von Crawford, der, wie man sagt, Ramorny bei dieserAusforderung vertritt, — er ist ein Bursch' von fünfzehn, mitden tiefen Leidenschaften und der entschlossenen Festigkeit einesMannes von dreißig Jahren, während mein königlicher Neffe,bei liebenswürdigeren und edleren Eigenschaften des Verstandesund Herzens, zuweilen im drciundzwanzigsten die üppigen Lau-nen eines Knaben zeigt, gegen den der Zwang nur Güte ist.— Und seid nicht traurig, mein Fürst, daß es so ist, oder