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„Dank, Dank Euch," sagte der König, seines Bruders Handerfassend. „Ich wußte, daß Eure Liebe dem armen, leicht-sinnigen Rothsay Gerechtigkeit werde widerfahren lassen, derEuch selber so viel Ungelegenheit bereitet, daß er kaum dieGefühle verdient, die Ihr für ihn hegt."
Albany hatte in seinen Vorsätzen eine so unerschütterlicheFestigkeit, daß er den brüderlichen Händedruck des Königs zuerwidern vermochte, während er die Hoffnungen des nachsich-tigen, schwachen, alten Mannes bei der Wurzel ausriß.
„Aber ach!" fuhr der Herzog mit einem Seufzer fort, „diesergrobe, rücksichtslose Ritter von KinfaunS und seine händelsüchtigeBürgerheerde werden die Sachen nicht so ansehen wie wir. Siehaben die Kühnheit, zu sagen, dieser todte Kerl sei von Rothsayund seinen Genossen gemißhandclt worden, denn sie haben ihnmaskirt auf den Straßen, lärmend und Männer und Weiberanhaltend, genöthigt zu tanzen oder eine ungeheure MengeWein zu verschlucken, nebst anderen Thorheiten, die ich nichterzählen mag, gesehen, und sie fügen hinzu, die ganze Gesell-schaft habe sich zu Sir John Ramorny begeben, sei mit Gewaltin sein HauS gebrochen, um dort ihr Bachanal zu schließen,was hinreichenden Grund zu dem Glauben gibt, die Entlas-sung Sir Johns aus des Prinzen Dienst sei nur ein Kunst-griff gewesen, um das Volk zu täuschen. Und darum behaup-ten sie, wenn in dieser Nacht durch Sir John Ramorny oderseine Leute etwas Schlimmes geschehen sei, so habe ohneZweifel der Herzog von Rothsay doch wenigstens darum ge-wußt, wenn er cs auch nicht guthieß."
„Albany, das ist schrecklich!" sagte der König; „wollen sieeinen Mörder aus meinem Sohne machen? wollen sie behaup-ten, mein David beflecke seine Hände mit schottischem Blut ohneZweck oder Ursache? Nein, nein — sie werden nicht so un-